Ein Dunhill ES bei der Auktion: Wo sich Stempel und Foto widersprechen
Bei einer Online-Auktion wurde eine Pfeife als 1923 gefertigter Dunhill ES angeboten, doch die Stielaufschrift und die Kopfproportionen passten nicht zusammen. Der Fall gilt als eines der Beispiele dafür, wie weit Stempellesen führen kann.
Etiketler:
dunhill, damga, tarihlendirme, koleksiyon
Güncelleme Tarihi:
27. Juli 2026
Ein Dunhill ES bei der Auktion ist ein kleiner, oft angeführter Fall, der zeigt, wie weit Stempellesen im Sammlerwesen führen kann. John C. Loring untersuchte eine bei einer Online-Auktion angebotene Pfeife allein anhand des Anzeigetexts und der Fotos und stellte einen Widerspruch zwischen dem, was die Aufschrift am Stiel besagte, und dem, was der Kopf zeigte, fest. Der Aufschrift nach handelte es sich um einen 1923 gefertigten ES, also die langstielige Canadian-Form der Marke.
Die Angabe im Stempel
Das Zeichen, das die Anzeige mit 1923 verband, war eigentlich ein einziges: eine halbhoch geprägte, unterstrichene Ziffer 3, die unmittelbar nach der Nummer des Innenrohr-Patents (Inner Tube) folgte. In der Dunhill-Stempelordnung ist diese kleine Ziffer der Jahrescode, und 3 entspricht dem Jahr 1923. Auf derselben Stielseite fanden sich die Aufschrift MADE IN ENGLAND sowie der ES-Formcode, auf der gegenüberliegenden Seite die Zeile DUNHILL über LONDON sowie der Stempel H.W., der Handarbeit anzeigt. Der Verkäufer beschrieb den Kopf als Bruyere-Billiard mit oval geschnittenem Stiel, gab für die Länge etwa fünfzehn und für die Kopfhöhe etwa viereinhalb Zentimeter an und ergänzte, die Stempel seien durch wiederholtes Polieren geschwächt und das Metall-Innenrohr fehle.
Widersprüche zum Foto
Was auf den Bildern zuerst auffiel, waren die Proportionen. Während bei der ES-Form zu erwarten war, dass der Stiel deutlich länger ist als das Mundstück, war bei dieser Pfeife das Mundstück länger als der Stiel. Da die Auflösung des Codes als „extended shank“, also verlängerter Stiel, gilt, hob die umgekehrte Proportion das formbestimmende Merkmal selbst auf. Das zweite Detail betraf die Lage der Aufschrift: Statt zentriert zu sein, war die Stielaufschrift in den unteren, dem Mundstück nahen Bereich gerutscht, und die Buchstaben wirkten eher einzeln geprägt als als ein einziger zweizeiliger Blockstempel. Drittens waren die Zeilen DUNHILL und LONDON nahezu gleich lang; diese Form verweist auf die Zeit vor der Einführung der Jahrescode-Ordnung, auf die letzten Monate des Jahres 1918.
Die Möglichkeit einer Reparatur
Den Rahmen, in den Loring diese drei Beobachtungen einordnete, bilden die Reparaturgepflogenheiten der Marke in ihrer Frühzeit. Es wird berichtet, dass die Fabrik einer reparierten Pfeife das Jahr der Reparatur einprägte, die ursprünglichen Stempel so weit wie möglich originalgetreu neu anbrachte und, da die Stempelmatrizen der 1910er-Jahre im folgenden Jahrzehnt nicht mehr vorhanden waren, diese Neuprägung oft mit einzelnen Buchstaben vornahm. Daraus ergibt sich folgende Erklärung: Die Pfeife könnte ursprünglich ein 1918 gefertigter ES sein. Als ihr Stiel zerbrach, kehrte sie 1923 in die Fabrik zurück, das gebrochene Teil wurde abgeschnitten, der fehlende Längenanteil durch ein längeres Mundstück ausgeglichen und die Stielaufschrift Buchstabe für Buchstabe erneuert. Die Verkürzung des Stiels erklärt allein sowohl die umgekehrte Proportion als auch die scheinbar nach unten gerutschte Aufschrift.
Die Lehre aus dem Fall
Loring selbst weist darauf hin, dass diese Schlussfolgerung allein auf Fotos beruht und somit keine Gewissheit, sondern eine Wahrscheinlichkeit trägt. Der eigentliche Wert der Methode liegt anderswo: Der Jahrescode kann nicht das Jahr angeben, in dem die Pfeife hergestellt wurde, sondern das Jahr, in dem der Stiel zuletzt geprägt wurde. Auch sekundäre Anzeichen wie die Echtheit des Mundstücks, der Durchmesser des weißen Punkts oder die Form der Buchstaben gewinnen erst gemeinsam, nicht einzeln, an Aussagekraft. Eine Reparatur löscht bei Dunhill nicht das Datum der Pfeife; sie stellt aber zur Debatte, ob sie den Formnamen, den sie trägt, noch verdient.
Künye
Varılan Sonuç:
1918 yapımı, 1923'te fabrikada onarılmış olması muhtemel pipo
Konu:
Bir müzayede ilanındaki Dunhill ES'nin damga incelemesi
Çelişen Kanıtlar:
Yıl kodu 1923; marka damgasının biçimi 1918
Şekil Kodu:
ES — uzun saplı Canadian
Coğrafya:
Londra (üretim)
Dönem:
1918 ve 1923 damgaları
İlgili Maddeler
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Damga ve İşaretler
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Kaynaklar
Pipedia — Eintrag An eBay ES (mit Genehmigung veröffentlichter Text von John C. Loring)
Pipedia — Eintrag Pipedia Dunhill Dating Guide (Jahrescode und Patentstempel)
Wikipedia — Eintrag Alfred Dunhill
Smokingpipes — Markengeschichte Dunhill
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