In Deutschland hergestellte Vintage-Dunhill-Tabake
Auf dem Boden mancher alter Dunhill-Tabakdosen findet sich der Vermerk "Hergestellt in Deutschland". Diese Dosen sind keine Fälschungen, sondern deutsche Ausgaben, die die Hamburger Firma Joh. Wilh. von Eicken in Lizenz herstellte.
Etiketler:
dunhill, tütün tarihi, almanya, koleksiyon
Güncelleme Tarihi:
26. Juli 2026
Die in Deutschland hergestellten Vintage-Dunhill-Tabake sind eine Kuriosität, auf die Sammler gelegentlich stoßen, wenn sie alte Dosen durchsehen: Auf dem Boden der Dose einer mit London untrennbar verbundenen Marke steht "Hergestellt in Deutschland". Diese Dosen sind keine Fälschungen; die Dunhill-Tabakmischungen wurden über einen langen Zeitraum auch in Deutschland, unter Lizenz, hergestellt.
Das Unternehmen hinter der Lizenz: Joh. Wilh. von Eicken
Das mit der Produktion beauftragte Unternehmen ist Joh. Wilh. von Eicken, dessen Wurzeln bis ins Jahr 1770 zurückreichen. Johann Wilhelm von Eicken begann sein Tabakgeschäft in Mülheim an der Ruhr; 1886, kurz bevor Hamburg dem Zollgebiet beitrat, erwarb das Unternehmen dort eine Tabakfabrik. Auch der Dunhill-Lizenz liegt eine ähnliche zollpolitische Überlegung zugrunde. Im Zweiten Weltkrieg wurden die Produktionsstätten und das Wohnhaus der Familie 1943 bei Luftangriffen zerstört; das Unternehmen konnte erst 1948, mit offizieller Genehmigung, zur Tabakproduktion zurückkehren. Das 1982 nach Lübeck verlegte Unternehmen befindet sich bis heute im Besitz derselben Familie; in der Leitung steht bereits die achte Generation.
Wie die Lizenz entstand
Überlieferungen zufolge reicht der erste Kontakt zwischen den beiden Firmen bis 1926 zurück, die Lizenzerlaubnis bis 1938. Der Grund gilt als geschäftlich: Aus England eingeführter Tabak unterlag einer Einfuhrsteuer, was das Produkt für den deutschen Käufer verteuerte. Den Tabak in Deutschland produzieren zu lassen, beseitigte diesen Kostenposten. In den folgenden Jahren verschärfte sich die Lage weiter. Nazi-Deutschland führte eine der ersten umfassenden Anti-Raucher-Kampagnen der modernen Geschichte durch; Rauchverbote in Straßenbahnen breiteten sich 1941 auf rund sechzig Städte aus, und im selben Jahr wurde die Tabaksteuer drastisch erhöht. Aufzeichnungen zufolge wollte Dunhills Vertretungsbüro in London 1938 die Markennamen in Deutschland eintragen lassen, stieß jedoch darauf, dass der gewählte örtliche Vertreter aus dem Beruf ausgeschlossen wurde, weil er jüdisch war. Es wird berichtet, dass die Lizenzproduktion in den Kriegsjahren faktisch zum Erliegen kam, weil kein Rohtabak zu bekommen war.
Datierung der Dosen und Ende der Lizenz
Die beiden bekanntesten deutschen Dosen sind Standard Mixture und London Mixture. Neben dem deutschsprachigen Vermerk auf dem Dosenboden geben auch die deutsche Steuerbanderole und das Wappen auf dem Deckel Hinweise zur Datierung: Nach den Kriterien des Dunhill-Forschers John Loring verweist das Wappen Georgs VI. mit dem Hinweis auf den "verstorbenen König" auf den Zeitraum 1954-1962. Wann genau die Lizenzproduktion endete, ist nicht sicher; es wird berichtet, sie sei Mitte der 1970er Jahre zu Ende gegangen, als die originalen englischen Dosen auf dem deutschen Markt leicht erhältlich wurden. Aufzeichnungen zufolge war die von-Eicken-Ausgabe bereits Geschichte, als 1981 die Produktion der Mischungen an die Firma Murray, Sons & Co. in Belfast überging.
Wie nahe die deutschen Ausgaben den originalen Londoner Rezepturen kamen, ist umstritten. Von Herstellerseite wurde erklärt, die Rezeptur sei nah am Original gehalten worden, während berichtet wird, dass manche deutschen Raucher jener Zeit einen deutlichen Unterschied zwischen beiden Dosen feststellten. Heute gelten diese Dosen weniger als Rauchgut denn als Belegstücke, die einem wenig bekannten Seitenzweig der klassischen, auf Latakia ausgerichteten Tradition der englischen Mischung Zeugnis geben. Wegen der Anziehungskraft des Namens Dunhill ist zudem bekannt, dass Produkte der Marke in der Vergangenheit gefälscht wurden; das bekannteste Beispiel im Bereich der Pfeifen findet sich im Eintrag die gefälschten Dunhills der 1980er Jahre.
Künye
Üretici:
Joh. Wilh. von Eicken GmbH
Konu:
Lisanslı Dunhill tütün üretimi
Ülke:
Almanya (Hamburg)
Bilinen Harmanlar:
Standard Mixture, London Mixture
Lisans Tarihi:
Aktarılana göre 1938
Ayırt Edici İşaret:
Kutu altında "Hergestellt in Deutschland"
İlgili Maddeler
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Damga ve İşaretler
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Kaynaklar
Pipedia — Artikel Vintage Dunhill tobacco made in… Germany!?
Joh. Wilh. von Eicken GmbH — offizielle Unternehmensgeschichte
Wikipedia (Deutsch) — Artikel Joh. Wilh. von Eicken
Wikipedia (Englisch) — Artikel Murray, Sons and Company
Wikipedia (Englisch) — Artikel Anti-tobacco movement in Nazi Germany
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