Navy Flake und die Rum-Tradition
Eine Pressen-Tabak-Tradition, heute als Navy Flake bekannt, entstanden aus der Gewohnheit der Seeleute, Tabak mit Seilen und Pressen zu verdichten und mit Rum oder Melasse zu befeuchten.
Etiketler:
navy flake, pres tütün, denizcilik, rom
Güncelleme Tarihi:
3. August 2026
Navy Flake ist der heutige Name einer Zubereitungstradition, die aus der Notwendigkeit entstand, Tabak an Bord haltbar zu lagern. Der Name bezeichnet keine Tabaksorte, sondern eine Form und die um diese Form entstandene Geschmackserwartung: ein dunkel gefärbtes, aus der Presse kommendes, oft süßliches Blatt. Die Erzeugnisse derselben Tradition werden in der Branche als „Navy Cut" und „Navy Flake" bezeichnet; da diese Benennung nicht an einen einzelnen Hersteller gebunden ist, können am Markt sehr unterschiedliche Mischungen dasselbe Attribut tragen.
Das praktische Problem an Bord
Im Zeitalter der Segelschiffe war Trockenheit der Hauptfeind des Tabaks. Auf monatelangen Fahrten wurde lose gelagertes Blatt hart und zerfiel zu Staub, und es nahm im Laderaum zudem mehr Platz ein als nötig. Die mit dem an Bord verfügbaren Material entwickelte Lösung war einfach: Die Blätter wurden gedreht und mit Seil oder Segeltuchstreifen fest umwickelt, und die entstandene Rolle wurde tagelang unter Gewicht gelagert. Das verdichtete Blatt kam so weniger mit Luft in Kontakt und passte zugleich in ein winziges Bündel. Zum Rauchen wurde vom Ende der Rolle eine dünne Scheibe abgeschnitten, diese Scheibe in der Hand zerkrümelt und in die Pfeife gefüllt; das abgeschnittene Stück wurde „Twist" oder „Curly" genannt. Die heutigen, im Werk in Blockform gepressten und dann geschnittenen Pressen-Tabake sind die maschinell gewordene Fortsetzung dieser handwerklichen Methode.
Dass der Tabak zu den auf britischen Kriegsschiffen ausgeteilten Rationsposten zählte, ist eine in seemannshistorischen Sammlungen häufig genannte Angabe; die Zahlen dazu, ab wann und in welchem Umfang die Ration ausgegeben wurde, variieren jedoch von Quelle zu Quelle. Unveränderlich bleibt die Praxis: Der Matrose verwandelte das erhaltene Blatt in seine eigene Rolle und schnitt bei Bedarf eine Scheibe ab.
Rum, Melasse und die süße Seite
Die zweite Zutat, die der Tradition ihre Farbe gibt, ist Rum. Der verbreiteten Überlieferung zufolge wurde das Blatt vor dem Wickeln mit Rum, Melasse oder Zuckerwasser befeuchtet; das nasse Blatt fügte sich leichter dem Pressdruck, und in der monatelang wartenden Rolle vermischten sich die Aromen miteinander. Für diese Gewohnheit gibt es keinen Beleg, dass sie eine Entsprechung im offiziellen Rationssystem der Marine hatte; die Rum-Bindung wird in Texten, die Seemannsbräuche überliefern, als lebendige Tradition beschrieben. Dennoch hat sie eine dauerhafte Erwartung geschaffen: Der Großteil der heute mit dem Attribut „Navy" versehenen Mischungen sind Tabake, denen durch Saucieren und Aromatisierung eine Rumnote verliehen wurde oder deren natürliche Süße hervorgehoben wird. Das Kernblatt ist meist Virginia; auch der Zusatz von Cavendish für mehr Dunkelheit und Weichheit ist verbreitet.
Von der Handelsmarke zum Gattungsnamen
Ende des 19. Jahrhunderts verwandelten Hersteller diese Seemannsgewohnheit in ein verpacktes Produkt. Der Navy Cut genannte Tabak von John Player & Sons aus Nottingham kam 1883 auf den Markt; die Marke wurde 1901 Teil der Imperial Tobacco. Auch das gleichnamige Produkt von W.D. & H.O. Wills war langlebig, seine Produktion in Großbritannien endete 1988. Mit der Zeit wandelte sich „Navy Cut" von einem Markennamen zu einem Attribut, das eine ganze Produktfamilie kennzeichnet.
Heutige Entsprechungen
In der zeitgenössischen Produktion wird das gedämpfte Mischgut in Formen gefüllt, stundenlang unter hydraulischem Druck gehalten und eine Weile ruhen gelassen; der entstandene Block wird anschließend geschnitten und verpackt. Die älteren Formen der Tradition, Halat (Rope) und Twist, haben sich vor allem bei den englischen Herstellern in Kendal gehalten; Samuel Gawith und Gawith Hoggarth & Co. sind die bekannten Namen dieser Produktion. Da sich gepresste Formen mit der Zeit verändern, gelten Navy Flakes als gut zum Reifenlassen geeignet.
Künye
Tür:
Pres tütün geleneği (flake, rope, twist)
Kurutma/İşleme:
Ağırlıklı hava kurutmalı Virginia; buharlama ve baskı
Karakter:
Tatlımsı, koyu, yavaş yanan
Başlıca Üretim:
Britanya kökenli; bugün Avrupa ve Kuzey Amerika
Tipik Kullanım:
Katlanarak ya da ufalanarak dar hazneli pipolarda
İlgili Maddeler
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Damga ve İşaretler
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Kaynaklar
Wikipedia — Navy cut tobacco
Wikipedia — Player's Navy Cut
Wikipedia — Wills Navy Cut
Smokingpipes — History of Flake Tobacco
Anthony Carew — Royal Navy tobacco (Sammlung zur Tabakration der Marine)
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