Der Wandel des Verlagswesens bei Pfeifen- und Tabakbüchern: Vanity Press, Print-on-Demand und Selbstverlag
Wie die Pfeifen- und Tabakliteratur, die Mitte des 20. Jahrhunderts noch in den Programmen großer Verlage vertreten war, sich in den letzten fünfzig Jahren zu vom Autor selbst finanzierten Büchern entwickelte, und welche Folgen dies für Leser und Forscher hat.
Etiketler:
kaynakça, yayıncılık, kitap, tarih
Güncelleme Tarihi:
26. Juli 2026
Der Wandel des Verlagswesens bei Pfeifen- und Tabakbüchern beschreibt, wie sich diese Literatur, die einst ein gewöhnlicher Programmpunkt etablierter Verlage war, in den letzten fünfzig Jahren größtenteils zu aus eigener Tasche des Autors finanzierten Büchern gewandelt hat. Diese Verschiebung zeigt sich am deutlichsten in den Vereinigten Staaten; für einen Gesamtüberblick über das Feld siehe den Artikel Pfeifenbücher und -publikationen.
Die Ära der großen Verlage
In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war das Thema für namhafte Verlage ein Feld ohne besondere Schwierigkeiten. Alfred Dunhills The Pipe Book erschien 1924 in London unter dem Zeichen von A. & C. Black; Compton Mackenzies Sublime Tobacco wurde 1957 von Chatto & Windus veröffentlicht. In denselben Jahren brachten in Amerika Häuser wie Alfred A. Knopf, Little, Brown und McGraw-Hill Bände zur Gesellschaftsgeschichte des Tabaks heraus. Auch Carl Ehwas Werk The Book of Pipes & Tobacco trägt das Zeichen von Random House; in Katalogeinträgen erscheinen sowohl eine Auflage von 1973 als auch von 1974. Dieser Titel gilt als eines der letzten großen Tore, die die großen Verlage der Pfeifenliteratur öffneten.
Vom Verlagswesen zur Druckerei
Hinter einem Buch stehen zwei ineinander verschränkte, aber getrennte Tätigkeiten: das Verlagswesen, das das Risiko trägt und investiert, und der Druck, der den Text zu Papier bringt. In der Pfeifenliteratur hat sich in den letzten fünfzig Jahren das erste Glied dieser Kette abgeschwächt, geblieben ist größtenteils nur das zweite. Beobachtern des Feldes zufolge erschien der Großteil der nach 1975 veröffentlichten Pfeifenbücher über eine lokale Druckerei, über gegen Gebühr druckende "Vanity Press"-Unternehmen, im Rahmen des Selbstverlags (self-publishing) oder per Print-on-Demand. In allen vier Fällen trägt der Autor die Kosten; der Unterschied liegt im Mitspracherecht des Autors über den Text und in der Wahrscheinlichkeit, dass das Buch in die Regale gelangt.
Der bekannteste Name auf der Plattformseite ist CreateSpace. Das im Jahr 2000 in South Carolina unter dem Namen BookSurge gegründete Unternehmen wurde 2005 von Amazon übernommen und 2018 in Kindle Direct Publishing eingegliedert. Bei fotolastigen Arbeiten wurde auch auf Online-Satz- und Druckdienste wie blurb.com zurückgegriffen.
Gründe für den Rückzug
Der am häufigsten genannte Grund ist die geringe Leserschaft. Einer Auswertung des amerikanischen Zentrums für Seuchenkontrolle und -prävention (CDC) auf Basis der National Health Interview Survey 2020 zufolge rauchten 12,5 Prozent der Erwachsenen Zigaretten, 3,5 Prozent Zigarren; der Anteil unter dem auch Wasserpfeife und Nargileh umfassenden Titel Pfeife blieb bei 1,1 Prozent. Der zweite Grund ist, dass Verlage einen Tabaktitel im Hinblick auf Markenimage und rechtliche Haftung als riskant einstufen. Der dritte Grund ist, dass Foren und Online-Archive den Bedarf an gedruckten Nachschlagewerken verringern. Der 1974 von Peter und Nancy Schiffer in Atglen, Pennsylvania, gegründete Verlag Schiffer Publishing brachte über viele Jahre Bücher in diesem Bereich heraus; Aufzeichnungen zufolge nimmt er in jüngerer Zeit keine neuen Manuskripte zum Thema Pfeife mehr an.
Überlebende Nischen
Der akademische Verlagsbetrieb steht außerhalb dieses Bildes. Titel zu Archäologie und Kulturgeschichte erscheinen weiterhin bei Verlagen wie University of Chicago Press, University Press of Florida, University of Tennessee Press und Springer. Die 1974 in Oxford von Anthony Hands und David Walker gegründete Reihe British Archaeological Reports gilt als der wichtigste Verlag für Forschung zur Tonpfeife. Auch mit Preisen ausgezeichnete Titel gibt es in diesem Bereich: Sarah Milovs bei Harvard University Press erschienenes Werk The Cigarette: A Political History wurde 2020 bei den PROSE Awards in der Kategorie nordamerikanische/US-amerikanische Geschichte ausgezeichnet. Mark Irwins und Gary Malmbergs bei Briar Books Press erschienene Peterson-Geschichte The Peterson Pipe erhielt bei den Independent Publisher Book Awards die Goldmedaille in der Kategorie Sachbuch-Erstwerk.
Die verbreitete Meinung in der Szene lautet, dass die Größe des im Impressum genannten Namens nicht den Wert des Inhalts bestimmt; ein Teil der als detailreichsten geltenden Arbeiten des Feldes ist auf diesen Wegen erschienen. Dem steht jedoch eine geringe Auflage und ein enger Vertrieb gegenüber; die Titel werden rasch schwer auffindbar. Deshalb bleiben für Forschende die Neuauflage älterer Bücher und Archiv- und Periodika-Quellen oft der einzige Zugangsweg.
Künye
Konu:
Pipo ve tütün kitaplarının yayımlanma biçimi
Coğrafya:
Ağırlıklı olarak Amerika Birleşik Devletleri
Başlıca Yollar:
Yerel matbaa, vanity press, talep üzerine baskı, kendi yayını
Belirleyici Etken:
Dar okur kitlesi ve yayıncı çekinceleri
Ayakta Kalan İstisna:
Üniversite yayınları ve arkeoloji dizileri
Dönem:
1970'lerin ortasından bugüne
İlgili Maddeler
Add a Title
Add a Title
Add a Title
Add a Title
Add a Title
Add a Title
Damga ve İşaretler
Add a Title
Add a Title
Add a Title
Add a Title
Add a Title
Add a Title
Kaynaklar
Pipedia — Artikel Pipe and Tobacco Books: The Shift to Vanity Press, Print-on-Demand, and Self-Publishing
Wikipedia — Artikel CreateSpace
Wikipedia — Artikel British Archaeological Reports
Wikipedia — Artikel Schiffer Publishing
PROSE Awards — Gewinnerliste 2020
CDC MMWR — Tobacco Product Use Among Adults, United States, 2020
Open-Library-Katalogeinträge (Mackenzie, Ehwa)
Peterson Pipe Notes — Bücherseite
%20(1536%20x%20634%20piksel)VHMVM.png)