Tiffany & Company: Die Tabakwaren eines Silberhauses
Das New Yorker Schmuck- und Silberhaus Tiffany & Company verkaufte über viele Jahre unter der Rubrik „Fancy Goods" auch Tabaksdosen, Feuerzeuge, Bernsteinmundstücke und in geringer Zahl Pfeifen. Markenregistrierungen und Sammlungskataloge machen es möglich, dieser kleinen Sparte nachzugehen.
Etiketler:
tarih, aksesuar, koleksiyon, gümüş
Güncelleme Tarihi:
26. Juli 2026
Tiffany & Company ist ein 1837 in New York gegründetes amerikanisches Unternehmen, das seinen eigentlichen Ruf der Schmuck- und Silberarbeit verdankt. Der Grund für seine Erwähnung in der Pfeifengeschichte liegt nicht in einer Serienproduktion: Die Firma verkaufte von ihrer Gründung bis zur Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts in der von ihr selbst so genannten Sparte „Fancy Goods" (Luxus- oder Fantasiewaren) auch Tabakzubehör: Tabaksdosen, Feuerzeuge, Aschenbecher, Bernsteinmundstücke und Pfeifen, die heute nur noch mit wenigen Exemplaren belegt sind.
Die Gründung eines Silberhauses
Das Geschäft wurde von Charles Lewis Tiffany und John B. Young im unteren Manhattan an der Broadway als Schreibwaren- und Fantasiewarenladen eröffnet; das Startkapital von tausend Dollar stammte aus der Baumwollfabrik von Tiffanys Vater. Der Gründungsname lautete Tiffany, Young and Ellis. Als Charles Tiffany 1853 die Leitung übernahm, wurde der Name auf Tiffany & Company verkürzt, und der Schwerpunkt verlagerte sich auf Schmuck. Während des amerikanischen Bürgerkriegs belieferte die Firma die Unionsarmee mit Schwertern, Fahnen und chirurgischen Instrumenten; auf der Pariser Weltausstellung 1867 wurde sie in der Kategorie Silberwaren ausgezeichnet und galt damit als erstes amerikanisches Unternehmen, dem dies gelang. Auch die 1919 für die Marine entworfene, als „Tiffany Cross" bekannte Form der Ehrenmedaille (Medal of Honor) stammt aus diesem Haus. Die Grundlage für die Fassungsarbeiten an den Tabakwaren ist eben dieses silberschmiedische Erbe.
Tabakwaren im Katalog
Wie sich diese Sparte verengte, lässt sich anhand der Markenregistrierungen nachvollziehen. Der Umfang der Registrierung von 1920 ist noch weit gefasst: Bernsteinpfeifen und -mundstücke, Dosen aus Leder oder Seide, Feuchtigkeitsbehälter (Humidore) und Aschenbecher aus Glas, Holz oder unedlem Metall sind unter demselben Titel zusammengefasst. Über sechzig Jahre später, bei der 1981 beantragten und 1982 eingetragenen Registrierung, bleiben nur noch Tabaksdosen, Feuerzeuge, Pfeifenreiniger und Zigarrenscheren übrig; sowohl Bernsteinmundstück als auch Pfeife sind aus der Liste verschwunden. Aufzeichnungen zufolge kamen goldene und platinene Damentabaksdosen erstmals 1911 in die Sortimentslisten der Firma. Tiffany stand mit diesem Angebot nicht allein: Die 1831 in Providence gegründete Gorham Manufacturing Company sprach mit silbernen Streichholzbehältern und Tabaksdosen dieselbe Kundschaft an, ebenso die Pariser Häuser Cartier und Hermès mit Feuerzeugen, Dosen und Raucherzubehör.
Signierte Pfeifen und das Problem der Herkunftsangaben
In dem 2006 erschienenen, dem Schmuck der Firma gewidmeten Katalog Bejewelled by Tiffany 1837-1987 wird nur eine einzige Pfeife gezeigt. Bei diesem 1881 datierten Stück besteht der Kopf aus Meerschaum, das Mundstück aus Bernstein; in den Silberfassungen stehen japanisch beeinflusste Motive neben einheimisch amerikanischen. Laut Angaben des Katalogs ist das Stück in den Registerbüchern unter der Musternummer 579 und dem Namen „Turk's Head" verzeichnet und gilt als eine der sieben Pfeifenformen der Firma.
Das zweite bekannte Exemplar ist eine Pfeife aus Silber und Elfenbein; die eigentliche Kontroverse betrifft jedoch die ihr zugeschriebene Herkunftsangabe (Provenienz). Der Chicagoer Sammler John F. H. Heide trug die zwischen 1900 und 1941 zusammengetragenen Stücke in einen mit der Schreibmaschine geführten Katalog ein, der erst nach seinem Tod 1946 zum Vorschein kam. Eintrag Nummer 198 vermerkt, die Pfeife sei um 1890 bei Tiffany gefertigt und vom englischen Lordoberrichter Lord Alverstone dem jiddischen Theaterautor Jacob M. Gordin geschenkt worden. Diese Datierung lässt sich jedoch mit keiner der beiden Biografien in Einklang bringen: Richard Everard Webster erhielt sowohl den Titel Alverstone als auch das Amt des Lordoberrichters erst 1900, während Gordin erst 1891 nach New York kam. Die Pfeife wechselte am 4. April 1978 im Rahmen der von Sotheby Parke Bernets Abteilung PB Eighty-Four in New York durchgeführten Auflösung der Heide-Sammlung den Besitzer; überliefert ist, dass sie 1991 erneut zur Versteigerung kam und 2024 in Paris wieder auftauchte.
Die Spur der mit Tiffany signierten Tabakwaren wird heute weit weniger in der Pfeifenliteratur als vielmehr in Silber- und Schmuckkatalogen, Markenregistrierungen und Sammlungslisten verfolgt. Auch daraus erklärt sich zu einem Teil, warum diese Sparte in der Pfeifengeschichte stets am Rande blieb.
Künye
Ana Alan:
Kuyumculuk, gümüş işçiliği ve fantezi eşya
Kurucular:
Charles Lewis Tiffany ve John B. Young
Belgelenen Pipo:
1881 tarihli lüle taşı ve gümüş örnek, desen no. 579, 'Turk's Head'
Kuruluş:
1837, New York
Bugünkü Durumu:
Firma faaliyette; tütün eşyası üretimi tarihte kaldı
Tütünle İlgisi:
Tabaka, çakmak, kül tablası, kehribar ağızlık ve az sayıda pipo
İlgili Maddeler
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Damga ve İşaretler
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Kaynaklar
Pipedia — Artikel „Tiffany & Company: Antique Accouterments for the Smoker"
Wikipedia (englisch) — Artikel „Tiffany & Co."
Justia Trademarks — Markenregistrierungen von Tiffany & Co. (Eintragung von 1920 sowie 1981 beantragte, 1982 eingetragene Registrierung)
Clare Phillips (Hrsg.), Bejewelled by Tiffany 1837-1987, Yale University Press, 2006
Wikipedia (englisch) — Artikel „Richard Webster, 1st Viscount Alverstone"
Wikipedia (englisch) — Artikel „Jacob Gordin"
Wikipedia (englisch) — Artikel „Gorham Manufacturing Company"
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