Nicht rauchbare Pfeifen: Glas und Pratt Ware
Behandelt zwei in England hergestellte Produktgruppen, die zwar Pfeifenform tragen, aber nicht zum Rauchen bestimmt waren – Glaspfeifen und Pratt-Ware-Rätselpfeifen – anhand ihrer Herstellungsverfahren und Museumsexemplare.
Etiketler:
cam pipo, pratt ware, koleksiyon, ingiltere
Güncelleme Tarihi:
26. Juli 2026
Nicht rauchbare Pfeifen ist die gemeinsame Bezeichnung für Objekte, die zwar die Form einer Pfeife tragen, aber nicht zum Tabakrauchen bestimmt waren. In England treten in der Zeit vom Ende des 18. bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts zwei Produktgruppen hervor, die dieser Beschreibung entsprechen: Glaspfeifen und die als Pratt Ware bezeichneten Tonwarenpfeifen mit Reliefdekor. Beide unterscheiden sich von der funktionalen Pfeife durch dieselben Eigenschaften: einen porenlosen Kopf, ein hitzeempfindliches Material und einen nicht reinigbaren Rauchweg. In Museumskatalogen werden diese Stücke als Ziergegenstände klassifiziert. Der hiesige Titel ist dem Titel von Carol Sheehans 1981 erschienenem Buch über Argillit-Pfeifen entlehnt.
Glaspfeifen
Objekte, die Glasbläser am Ende ihrer Schicht aus übrig gebliebenem Glas für sich selbst anfertigten, werden im Englischen frigger, whimsy oder „end-of-day“-Arbeit genannt. Diese Gewohnheit, die urkundlich bis ins Deutschland des 15. Jahrhunderts zurückverfolgt wird, erlangte ihre eigentliche Verbreitung im 19. Jahrhundert; neben Gehstock und Stiefel war auch die Pfeife eine der wiederkehrenden Formen. Das am häufigsten genannte Zentrum ist die 1788 von John Robert Lucas in Somerset gegründete und 1873 geschlossene Nailsea-Glashütte. Doch „Nailsea-Glas“ ist heute eher eine Stilbezeichnung als eine Werkstattsignatur: Da auch andere Glashütten, vor allem in Bristol und Stourbridge, mit denselben Techniken arbeiteten, lässt sich ein vorliegendes Stück meist nicht eindeutig einem bestimmten Herstellungszentrum zuordnen.
Bei der Verzierung wird geschmolzenes Glas fadenförmig um den Kopf gewickelt oder in Latticino-Technik ausgeführt; gesprenkelte, gewellte und geringelte Muster sind typisch. Da Glas keine Hitze verträgt, waren diese Köpfe von vornherein nicht zum Anzünden gedacht. Die in den Quellen genannten, mehr als einen Meter langen Exemplare waren unmittelbar für das Schaufenster des Tabakhändlers bestimmt. In der Sammlung des Victoria and Albert Museum befindet sich eine ins frühe 19. Jahrhundert datierte englische Glaspfeife (C.189-1912).
Pratt Ware und Rätselpfeifen
Pratt Ware ist ein zwischen etwa 1780 und 1840 hergestelltes, reliefverziertes und unterglasurfarbig bemaltes leichtes Tongut (earthenware), das zur Creamware- und Pearlware-Familie jener Zeit gehört. Der Name geht auf die im Staffordshire-Ort Lane Delph bei Fenton tätige Familie Pratt zurück. Der Stil ist nicht das Erzeugnis einer einzigen Werkstatt: Aufzeichnungen zufolge wurde dieselbe Arbeit auch in anderen Töpferzentren wie Yorkshire und Liverpool ausgeführt. Pratt Ware ist somit keine Manufaktur, sondern eine Gattungsbezeichnung.
Die Pfeifen dieser Gruppe werden im Englischen puzzle pipe oder pipe whimsey genannt und tragen ihren Namen nach der Herstellungsmethode. Ein langes, dünnes Tonrohr wird um eine feuchte Schnur gewickelt und dabei windungsweise geformt; die eigentliche Herausforderung liegt darin, den Ton dabei so feucht zu halten, dass er sich biegen lässt, ohne zu brechen. Das getrocknete Stück wird zum Biskuitbrand gegeben, mit Unterglasurfarben bemalt, glasiert und ein zweites Mal gebrannt. Zwei der im Metropolitan Museum verwahrten Exemplare stammen aus den Jahren 1809 und 1810; ein weiteres, das auf etwa 1790–1820 datiert wird, besitzt drei getrennte Kammern. Diese im aufgewickelten Zustand 30–36 Zentimeter langen Stücke sollen laut Aufzeichnungen ausgerollt ein inneres Rohr von mehreren Metern Länge ergeben.
Ob diese Pfeifen tatsächlich geraucht werden konnten, wird seit dem 19. Jahrhundert diskutiert. Zeitgenössische Ausstellungsberichte werten den entlang der Windungen unversehrt erhaltenen Rauchweg als Maßstab handwerklichen Könnens; dieselben Texte vermerken zugleich die Schwierigkeit, aus einem derart verschlungenen Körper Rauch zu ziehen. In der Sammlerliteratur des 20. Jahrhunderts gab es auch Stimmen, die argumentierten, das Rohr sei technisch offen geblieben und das Stück demnach grundsätzlich funktionsfähig gewesen. Museen führen diese Pfeifen heute als Ziergegenstände.
Stellung in der Pfeifengeschichte
England gilt als das erste westliche Land, das die Tabakpfeife im industriellen Maßstab herstellte; Aufzeichnungen zufolge hatte sich die Tonpfeifenherstellung bereits Anfang des 17. Jahrhunderts zu einem organisierten Gewerbe entwickelt. Als die Nachfrage nach Ton zurückging, wandten sich dieselben Handwerker anderen Materialien zu: zunächst Steingut und Steinzeug, dann Glas, schließlich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts der Bruyère-Revolution. Die Angabe, das von Josiah Wedgwood in den 1770er Jahren entwickelte Jasperware sei auch auf die Pfeife angewandt worden, stützt sich nur auf zeitgenössische Ausstellungstexte und wird durch keine Museumsaufzeichnung belegt. Glas- und Pratt-Ware-Pfeifen sind die nicht rauchbaren Glieder dieser Reihe; ihr Fehlen bei der Erzählung der Weltgeschichte der Pfeife gilt als verbreitete Lücke. Dabei waren sie in den großen Sammlungen jener Zeit reichlich vertreten: William Bragge (1823–1884), bekannt für seine 13.000 Stücke umfassende Pfeifensammlung, schenkte seine Sammlung in den 1870er Jahren der Birmingham Free Library, und in den Texten der öffentlich zugänglichen Ausstellungen wurden englische Tonwarenpfeifen gesondert erwähnt. Beim Brand von 1879 ging ein bedeutender Teil der Bestände der Bibliothek verloren; die dokumentarische Seite dieses Verlusts wird im Artikel Bragges Pfeifenzeichnungen behandelt.
Künye
Müze Örnekleri:
Metropolitan Museum (pipe whimsey); V&A (cam pipo, C.189-1912)
Üretim Merkezleri:
Nailsea, Bristol, Stourbridge; Staffordshire çömlekçileri
Ortak Özellik:
Isıya dayanmayan, gözeneksiz, temizlenmesi güç gövde
Konu:
İçilmek için değil, gösterilmek için yapılmış İngiliz pipoları
Başlıca Malzemeler:
Cam ve Pratt Ware (kabartma bezemeli toprak işi)
Dönem:
18. yüzyıl sonu — 20. yüzyıl başı
İlgili Maddeler
Natural Finish Pfeifen (Naturbelassene Oberfläche)
Beim Natural Finish wird die Briar-Pfeife ohne Beize lediglich geschliffen und poliert. Dieser Artikel beschreibt, wie die Oberfläche vorbereitet wird, wie sich der hellhonigfarbene Ton mit der Zeit verdunkelt, welche Aufgabe die Beize erfüllt und warum Kittfüllungen auf der naturbelassenen Oberfläche auffallen.
Damga ve İşaretler
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Kaynaklar
Pipedia — Artikel Pipes That Won't Smoke
Metropolitan Museum of Art — Sammlungseinträge: Pipe Whimsey (1810, 35,6 cm), Pipe whimsey with three bowls (ca. 1790–1820, 30,5 cm), Pipe whimsey with figure eights (1809, 34,6 cm)
Victoria and Albert Museum — Sammlungseintrag: Glaspfeife, England, frühes 19. Jahrhundert (C.189-1912)
Wikipedia — Artikel Nailsea Glassworks
Wikipedia — Artikel Frigger (Objekte des „end-of-day“ in der Glasmacherei)
Wikipedia — Artikel Jasperware
Wikipedia — Artikel Creamware (Abschnitt Pearlware)
Wikipedia — Artikel William Bragge
Open Library — Eintrag Carol Sheehan, Pipes That Won't Smoke, Coal That Won't Burn (1981)
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