Ivan Holst Nielsen
Ein dänischer Pfeifenmacher, bekannt vom Ende der 1960er bis in die 1970er Jahre, der den Aufzeichnungen zufolge um 2008 an die Werkbank zurückkehrte, nach einer langen Pause. Seine Pfeifen werden von Hand gebohrt und von Hand geschliffen.
Etiketler:
pipo ustası, danimarka okulu, artisan pipo
Güncelleme Tarihi:
27. Juli 2026
Ivan Holst Nielsen ist ein Meister, der innerhalb der für die dänische Handpfeifenmacherei bekannten Generation vom Ende der 1960er bis Mitte der 1970er Jahre produzierte. Was ihn von seinen Zeitgenossen unterscheidet, ist ebenso sehr der Bruch in seiner Produktionslinie wie die von ihm gefertigten Formen: Nach einer Zeitspanne von über zehn Jahren zog er sich von der Werkbank zurück, und sein Name wurde erst nach einer über dreißig Jahre währenden Pause wieder genannt. Den Stempel- und Markenaufzeichnungen zufolge kehrte er etwa 2008 zur Produktion zurück und richtete in dieser zweiten Phase seine Werkstatt in Bredebro in Südjütland ein.
Unterbrechung und Rückkehr
Als Grund für die Pause nennt der Meister selbst die Ölkrise Mitte der 1970er Jahre. Seiner Darstellung zufolge ließ die Krise die Pfeifenpreise rasch sinken, und er entschied sich, statt bei der Verarbeitung Abstriche zu machen und über den Preis zu konkurrieren, seine Produkte nicht mehr auf den Markt zu bringen. Eine Nebenfolge dieser Entscheidung war, dass Maschinen und Werkzeuge nicht veräußert wurden; die Rückkehr erfolgte somit nicht als Neugründung von Grund auf, sondern als Wiederinbetriebnahme einer stillgelegten Werkstatt. Als Grund für diese Entscheidung wird angeführt, dass das Internet die Vermittler zwischen Hersteller und Liebhaber überflüssig gemacht habe. Unabhängige Quellen bestätigen nicht diese Begründungen, sondern lediglich die lange Pause selbst sowie die Rückkehr um 2008. Das Geburtsjahr des Meisters, das genaue Datum der Gründung seiner ersten Werkstatt und sein späterer Werdegang finden sich in den zugänglichen Aufzeichnungen nicht; deshalb lässt sich sein Lebenslauf nur grob anhand zweier Produktionsphasen skizzieren.
Die Kopenhagener Jahre und die Wanderlehre
Die Angaben zu den frühen Jahren des Meisters beruhen auf einer einzigen Erzählung, seiner eigenen Aussage, und finden sich in keiner unabhängigen Quelle bestätigt. Demnach absolvierte er nach der Schule eine Ausbildung zum Schriftsetzer, und sein Interesse an der Pfeife begann als Freizeitbeschäftigung; seine ersten Versuche machte er mit fertigen Hobbyblöcken, die er in Pfeifenläden erwarb. Derselben Erzählung zufolge gelten die zwei Jahre, die er zwischen 1967 und 1969 in Kopenhagen verbrachte, als ausschlaggebend; die neuen Formen von Sixten Ivarsson, Emil Chonowitsch, W. Ø. Larsen, Poul Rasmussen und Poul Hansen, die er in den Schaufenstern der Stadt sah, wurden zum Ausgangspunkt seiner eigenen Suche. Er gibt an, sich mit den von ihm gefertigten Pfeifen bei der Werkstatt W. Ø. Larsen beworben und dort eine Anstellung erhalten zu haben, und in den folgenden Jahren habe er es vorgezogen, nicht an eine einzige Werkbank gebunden zu sein, sondern in verschiedenen Werkstätten der Zeit zu arbeiten. Unter den Namen, bei denen er nach eigener Aussage gearbeitet hat, werden Hans Nielsen (Former), Teddy Knudsen, Per Hansen von den S. Bang-Partnern, Poul Ilsted und Tonni Nielsen genannt. Nach etwa zehn Jahren, in denen er bei anderen gearbeitet hatte, eröffnete er seine eigene Werkstatt.
Was der Stempel „Hand Made" bedeutet
Nielsens Stempel ist schlicht und bringt seinen Anspruch unmittelbar zum Ausdruck: rechts der volle Name des Meisters im Kreis, auf der Unterseite die Angaben „Hand Made" und „In Denmark". In der eigenen Beschreibung des Meisters bedeutet dies in der Praxis, dass nahezu jeder Arbeitsschritt von Hand an der Werkbank ausgeführt wird. Die grobe Form wird von Hand aus dem Bruyère-Block geschnitten; Rauchkammer, Mundstückaufnahme (Mortise) und Rauchkanal werden von Hand gebohrt. Die Mundstücke werden nicht aus einer Fertigform, sondern aus massivem Ebonit geformt. Beim Schleifen kommt keine Maschine zum Einsatz, die Oberfläche wird von grob bis fein von Hand bearbeitet. Als Maßstab für die Form dient die Maserung im Block: Der Kopf wird nach der Richtung der Maserung ausgerichtet, sodass Maserung und Form auf derselben Oberfläche zusammentreffen. Diese Haltung gilt innerhalb der dänischen Schule als Fortführung der auf Sixten Ivarsson zurückgeführten Linie: ein Ansatz, der nicht auf Serienformen, sondern auf jeden einzelnen Block blickt und die Form aus dem Material selbst herausarbeitet. Da der Stempel allein keine Datierung liefert, lässt sich meist nur anhand der Herkunftsangabe der jeweiligen Sammlung bestimmen, welcher Phase eine vorliegende Pfeife angehört.
Künye
Ekol:
Danimarka okulu
Ülke:
Danimarka
Damga:
Sağ yanda daire içinde "Ivan Holst Nielsen"; altta "Hand Made" ve "In Denmark"
Atölye:
Bredebro, Güney Jutland (ikinci dönem)
Etkin Dönem:
1960'ların sonu - 1970'lerin ortası; kayıtlara göre 2008 dolaylarından sonra yeniden
Yöntem:
Elde biçimlendirme, elde delme, elde zımpara; masif ebonit ağızlık
İlgili Maddeler
Damga ve İşaretler
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Kaynaklar
Pipedia — Eintrag Nielsen, Ivan Holst
Pipephil.eu — Eintrag Logos & Stampings, Ivan Holst Nielsen
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